Schwäbische Alb

…und los geht´s. Die Schwäbische Alb früher auch Schwäbischer Jura bzw. Schwabenalb genannt, ist ein knapp 200 km langes Mittelgebirge in Süddeutschland.

Die Alb ist eine Hochebene die durch Erosionseinflüsse zerteilt ist.

Nach Nordwesten wird sie durch einen markanten Steilabfall begrenzt, in südöstlicher Richtung hingegen sanft abdacht und dort jenseits des oberen Donautals ins Alpenvorland übergeht. Durchzogen von Tälern und Flussläufen…

…mit zahlreichen Brücken.

Die schönen Blumenwiesen laden zur Pause ein.

Eine traurige Geschichte hat das Schloß Grafeneck. Ursprünglich errichteten die Herzöge von Württemberg an der Stelle einer hochmittelalterlichen Burganlage, um 1560 ein Jagdschloss.

1928 kaufte die Samariterstiftung das Schloss und richtete ein Heim für Behinderte ein.

Nachdem im Oktober 1939 das Schloss Grafeneck vom nationalsozialistischen Regime „für Zwecke des Reiches“ beschlagnahmt worden war wurde das ehemalige Samariterstift zielgerichtet in eine Mordanstalt verwandelt.

In der Tötungsanstalt Grafeneck wurden während der nationalsozialistischen Krankenmorde, der so genannten Aktion T4, 1940 systematisch 10.654 behinderte Menschen, vor allem aus Bayern, Baden und Württemberg, ermordet.

Nicht weit entfernt von Grafeneck liegt der Ort Marbach…

… und das baden-württembergische Haupt- und Landgestüt Marbach mit seiner über 500-jährigen Geschichte.

Die historischen Gestütshöfe bilden die Grundlage für Gestütsbetrieb, Serviceleistungen und Veranstaltungen.

Das älteste deutsche Staatsgestüt ist Deutschlands größter Ausbilder für den Beruf Pferdewirt und Sitz der Landesreit- und Landesfahrschule.

Über 500.000 Pferdeliebhaber besuchen das Gestüt pro Jahr.

Heute bestehen die Hauptgestütsherden aus 30 Warmblutstuten und 20 Vollblutaraberstuten.

Die gestütseigenen Fohlen wachsen gemeinsam mit Pensionsfohlen aus Züchterhand pferdegerecht auf den Vorwerken auf.

1932 übernahm das Hauptgestüt Marbach die weltberühmte Vollblutaraberzucht aus dem Gestüt Weil.

Im Landgestüt Marbach werden rund 60 Landbeschäler gehalten, darunter Hengste für das Erhaltungszuchtprogramm der bedrohten Rasse Schwarzwälder Kaltblut.

Warten gehört dazu – Fototermine sind wichtig…

Die Straße die durch den Gestütshof verläuft, bringt uns zur berühmten Vielseitigkeitsstrecke von Marbach…

…mit den etwas zu hohen Hindernissen – obwohl…

… einen Versuch ist es wert – der Anlauf beginnt…

…oder doch besser von der anderen Seite…

…ist doch zu hoch – was nicht besiegt werden kann wird aufgefressen.

Nicht weit entfernt von Marbach liegt der Gestütshof Offenhausen, ein ehemaliges Dominikanerinnenklosters. In der Kirche wurde auf zwei Stockwerken ein Museum eingerichtet in dem die Entstehung des Haupt- und Landgestüts Marbach dargestellt wird.

Man lernt Bairactar – leider nur noch als Skelett – den Begründer der weltberühmten Weil-Marbacher-Vollblutaraberzucht kennen.

Prachtvolle historische Kutschen, Schlitten, Geschirre, Sättel und Steigbügel werden ausgestellt.

Ein Reitsimulator – eine ungewöhnliche Erfahrung.

Aus einem Karst-Quelltopf, mitten in der Park-Idylle, umschlossen von den alten Klostermauern entspringt die Große Lauter.Die Quelle entlässt im Schnitt 200 Liter Wasser pro Sekunde.

Auf ihrem Weg zieht sie an romantischen Burgen, kleinen Dörfern und Wacholderheiden vorbei…

…wir folgen der Großen Lauter auf sanften Wiesenwegen…

… vorbei an Höhlen.

Die Schwäbische Alb ist ein Karstgebiet, in dem rund 2500 Höhlen bekannt sind.

Einige davon sind als Schauhöhlen ausgebaut.

…stay tuned.

 

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